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Heide in Holstein

Süd-West-Ansicht Kirche St. Jürgen

 

Kirche St. Jürgen

Eines der schönsten und beeindruckendsten Bauwerke in Heide ist die Kirche St. Jürgen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kirchen in Schleswig-Holstein, deren Außenmauern rote Back- oder Klinkersteine haben, ist die Hauptkirche von Heide schneeweiß gestrichen. Sie steht an der Südwestseite des großen Marktplatzes, in ihrer Grundform als langgestreckte Saalkirche wurde sie im Jahr 1560 errichtet. Bereits ein gutes Jahrhundert später wurde sie durch einen Anbau an der Südseite erweitert. Ihren dreigeschossigen Giebelturm im Westen erhielt die Kirche 1611, er ist 48 Meter hoch; der Baustil wird als "gotisierende Spätrenaissance" bezeichnet.

Die Fotografie oben zeigt die Kirche von der Südwestseite in einem April-Monat, im Vordergrund steht der St.-Georg-Brunnen. Der Kirchhof ist zu allen vier Seiten des Gotteshauses durch Rasen, Büsche und eine Hecke begrünt, außen stehen ringsum Bäume. Ferner steht im Kirchhof auf der Westseite eine Skulptur zum Gedenken an die Gefallenen und Opfer des Krieges.

Die St. Jürgen-Kirche ist auch wochentags für Gläubige und für leise Besichtigungen geöffnet, für ein paar Stunden am Nachmittag. Der Zugang erfolgt durch den Westeingang, über dem in das Mauerwerk ein Sandsteinrelief eingelassen ist, das Scherer-Sandsteinepitaph. Es stellt Christus dar, wie er aus dem Grab gestiegen ist, umgeben von schlafenden, römischen Soldaten.

Hinter dem Vorraum öffnet sich vor den Eintretenden das Kirchenschiff, durch das ein Mittelgang führt. Die niedrige Decke ist eine Kassettendecke aus Holz, die 1879 eingezogen wurde. Am Ende des Gangs befindet sich der Altarraum, in dem ein ungewöhnlich kunstvoll gestalteter Barockaltar steht. Dieser wurde 1699 vom Hamburger Bildschnitzer Valentin Preuss gefertigt. Die im Altar eingefassten Ölgemälde stellen die Ereignisse der Passion dar und sind auf Holz gemalt, sie stammen von Johann Nolte, einem Maler aus dem Kreis Dithmarschen. Das untere dieser Gemälde gibt das letzte Abendmahl wieder. Darüber ist die Kreuzigung von Gottes Sohn dargestellt. Noch eine Stufe höher ist im dritten Gemälde die Abnahme vom Kreuz zu erkennen. Im hohen Gewölbe des Altars findet schließlich die Passionserzählung mit der Himmelfahrt Christi ihren Höhepunkt, wo gerade noch zu sehen ist, dass seine Füße als letztes in die Strahlen des heiligen Geistes übergehen.

Die auf dieser Seite unten ausgestellten Fotos zeigen die Buntglas-Osterfenster im Süderschiff. Entworfen wurden sie 1954 von der Kieler Glasmalerin Dagmar Scholze. Diese mehrere Meter hohen Fenster stellen zwei Szenen des Ostermorgens dar, den Gang der Frauen zum Grabe sowie die Verkündigung der Auferstehung.

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Ort: Heide, die Kreisstadt des Kreises Dithmarschen in Schleswig-Holstein. Mit etwa 21.500 Einwohnern ist sie die mit Abstand größte Stadt des Kreises.

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Mahnmal Krieg
Mahnmal Krieg

Hinterhof im Osten
Kirchhof im Osten

Relief über Kircheneingang
Scherer-Sandsteinepitaph

Mittelgang Kirche
Mittelgang der Kirche

Barockaltar
Barockaltar von 1699

 

Buntglasfenster Frauen
Buntglas-Osterfenster
Gang der Frauen zum Grabe

Buntglasfenster Auferstehung
Buntglas-Osterfenster
Verkündigung der Auferstehung